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rieckens landmilch

Keine Milchautomaten, sondern Familie  

Insgesamt leben in unserer Herde rund 150 Tiere. Neben rund 70 Milchkühen gehören dazu auch Kälber, Jungtiere und einige wenige Ochsen, deren Fleisch wir direktvermarkten. Unsere Milchkühe sind Schwarzbunte der Rasse Holstein und typisch für unsere Region. Sie geben zuverlässig eine große Menge an Milch und haben besonders gut melkbare Euter. Die kann man mit guten Bedingungen wie auf Rieckens Eichhof übrigens noch einmal deutlich erhöhen. 

Zum Beispiel durch Vollweidehaltung, hochwertiges Futter aus eigenem Anbau und durch eine geringere Milchleistung, die wir unseren Kühen im Vergleich zu herkömmlichen Hochleistungsbetrieben abverlangen. Während die Tiere dort im Durchschnitt rund drei Jahre lang Milch geben, sind unsere Kühe in der Regel fünf Jahre aktiv. Schließlich sehen wir sie nicht als Milchautomaten, sondern als eigenständige Persönlichkeiten, die quasi mit zur Familie gehören. Auch deshalb hat jedes unserer Tiere einen Namen, mit dem Bert Riecken es auch tatsächlich ansprechen kann. Ohne Ausnahme.  

Milchleistung pro Kuh: 26 Liter pro Tag

Milchleistung unserer Herde: ca. 550.000 Liter pro Jahr

Trinken: rund 100 Liter Wasser pro Tag

Futter: rund 50 Kilo Gras oder Silage pro Tag

Tiergesundheit

Qualität kommt von Wohlfühlen

Die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Tiere stehen für uns an erster Stelle. Als studierte Agrarwirtschaftler mit langjähriger Erfahrung als Landwirte verfügen wir nicht nur über umfangreiches theoretisches Wissen. Wir haben auch ein sehr gutes Gespür für das Verhalten und die großen und kleinen Bedürfnisse unserer Tiere entwickelt.

Wir setzen konsequent auf artgerechte Haltung und gönnen ihnen deutlich mehr Freiraum als jede Bio-Verordnung vorschreibt. Zum Beispiel verlangen wir unseren Kühen eine wesentlich geringere Milchleistung ab als die meisten unserer Berufskollegen. Wir praktizieren Vollweidehaltung und in den Ställen stehen unseren Tieren pro Kopf 12 m2 zur Verfügung – das Doppelte dessen, was renommierte Bio-Siegel vorschreiben.

Auf Rieckens Eichhof nutzen wir das umfangreiche Wissen und die Erfahrung, die Überzeugungen und die individuellen Blickwinkel von drei Generationen. Gemeinsam gestalten wir die Lebensbedingungen unserer Tiere so, dass sie gesund bleiben und sich rundum wohl fühlen. Denn nur dann können sie unsere wert- und gehaltvolle Mich in der gewohnten Qualität geben.

Melken

Zweimal täglich ist Chefsache

Unsere Milchkühe werden das ganze Jahr über zweimal pro Tag gemolken. Auch an Wochenenden und an sämtlichen Feiertagen. Inklusive des Herunterschlenderns von der Weide bis zum Melkstand dauert so ein Durchgang jeweils rund zwei Stunden. Den Rest ihrer Zeit können unsere Tiere auf der Weide gesundes Gras fressen und entspannen – 20 Stunden pro Tag von März bis Oktober.

Wir melken in einem so genannten Fischgräten-Melkstand. Hier stehen die Kühe jeweils zu sechst schräg hintereinander rechts und links der Melkgrube. Auf dieser tiefer liegenden Ebene arbeiten Melker*innen. Die Kühe stehen schräg zur Melkgrube und mit dem Kopf von ihr abgewandt. Dieser Anordnung, die an Fischgräten erinnert, verdankt der Melkstand seinen Namen.

Zunächst wird jedes Euter sorgfältig gereinigt und jede Kuh von Hand vorgemolken. Dabei landen die ersten Milchstrahlen in einem schwarzen Vormelkbecher, sodass Veränderungen in der Farbe oder Konsistenz sofort auffallen würden. Ist alles in Ordnung, kann die Melkmaschine angesetzt werden. Über Rohrleitungen gelangt die Milch in einen Tank, in dem sie sofort auf maximal 6° C heruntergekühlt wird und damit bereit ist zur weiteren Verarbeitung.

Das Melken ist bei uns übrigens Chefsache. Unterstützt wird Bert Riecken dabei von seinen Auszubildenden, Praktikanten oder von Junior Felix Riecken.

Futter

Natürliches Futter für beste Milch

Unsere Tiere leben in Vollweidehaltung. Das bedeutet, dass sie ihre Tage in der Regel von Mitte März bis Mitte Oktober unter freiem Himmel verbringen. Dort ernähren sie sich von den frischen und unbehandelten Gräsern auf unseren Weiden. Um die vorhandene Weidefläche so gut wie möglich auszunutzen, wenden wir ein ausgeklügeltes Weidesystem an, bei dem genau nach Plan auf unterschiedlichen Parzellen gegrast wird.

Lediglich den Spätherbst und die Wintermonate verbringen unsere Tiere im Stall. Da der aufgeweichte Boden ab Herbst durch die Klauen der Tiere zu sehr leidet und der Graswuchs im Winter zur Ernährung bei weitem nicht ausreicht. Rund 50 Kilo Gras oder Silage verputzt eine Milchkuh pro Tag – und trinkt dazu rund 100 Liter frisches Wasser.

Da wir uns an den Prinzipien der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft orientieren, bauen wir auch unser Winterfutter selbst an und kaufen ausschließlich nicht genverändertes Futter aus der Region zu. In den Wintermonaten servieren wir unseren Tieren Klee- und Luzernesilage, die durch einen Anteil von maximal 20 Prozent Mais-Silage sowie bis zu 3 Kilo Bohnen, Erbsen oder Getreidekörnern pro Kuh pro Tag ergänzt wird.

Nachwuchs

Behütet aufwachsen im Kälber-Kindergarten

Wird auf Rieckens Eichhof ein Kälbchen geboren, kommt es nach etwa 24 Stunden in den Kälberstall. Da wir die Haltung so natürlich wie möglich handhaben, kann es dort mit den anderen Kälbern im Stroh toben und bereits nach 14 Tagen ins Freie auf die Koppel laufen. In unseren regulären Kuhstall dürfen die Kälber nicht, da die Verletzungsgefahr für ihre kleinen Klauen durch den Spaltboden dort viel zu hoch wäre.

In der ersten Woche werden die Kälber mit der Milch ihrer eignen Mutter versorgt. Diese so genannte Biestmilch ist besonders gehaltvoll und enthält zahlreiche Antikörper, die für das Immunsystem des Kälbchens elementar wichtig sind. Damit die Milch der Mutterkuh auch garantiert das richtige Kalb erreicht, sind beide durch ein Band mit ihrem Namen markiert. Das Füttern der Kälber ist die große Leidenschaft von Senior Klaus Riecken. Er erfüllt diese Aufgabe auch mit über 80 Jahren noch jeden Tag mit großer Hingabe.

Kuhkälber werden zur Nachzucht in unserer Herde genutzt und wachsen zu Milchkühen heran.

Bullenkälber geben wir aus Platz- und Sicherheitsgründen in der Regel an andere Betriebe ab. Wir wollen schließlich ganz sichergehen, dass die Kinder aus unserer Bauernhofpädagogik überall im Betrieb gefahrlos spielen können und auch unsere Mitarbeitenden während der alltäglichen Arbeit keinem Risiko ausgesetzt sind. Und da wir unsere Kühe von Hand besamen, werden auch für diese Aufgabe keine Bullen gebraucht.

Einige der Bullen-Kreuzungskälber werden kastriert und wachsen als Ochsen in unserer Herde heran. Nach drei Sommern nutzen wir die Tiere zur Fleisch-Direktvermarktung.