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rieckens landmilch

Frische Luft und viel Platz 

Vom Frühjahr bis zum Herbst ist für unsere Tiere Freiluft-Saison. Die Milchkühe verbringen  ihre Tage von Mitte März bis Mitte Oktober auf der Weide – zusammen mit Kälbern, Jungtieren und Trockenstehern (Milchkühe, die sich durch Absetzen der Milch auf die nächste Kalbung vorbereiten). Dort führen sie ein traumhaftes Kuhleben: herumschlendern, Gras fressen und als Milchkuh zweimal pro Tag ganz entspannt zum Melkstand trotten. Dazu müssen wir unsere Tiere übrigens nicht großartig antreiben. Wenn sie Bert Riecken sehen, kommen sie meist von ganz allein.

Aufgrund der klimatischen Bedingungen in Schleswig-Holstein ist es leider nicht möglich, unsere Tiere das ganze Jahr über auf der Weide zu halten. Deshalb kommen sie im Spätherbst den Winter über in den Stall. Dort steht ihnen mit 12 m2 pro Kopf doppelt soviel Platz zur Verfügung wie von renommierten Bio-Verordnungen vorgeschrieben. Sie können sich im offenen Stall frei bewegen oder auf dem weichen Untergrund strohausgelegter Liegeboxen entspannen, sich am Futtertisch bedienen, im Auslauf die Beine vertreten oder sich an zwei Massagebürsten ein bisschen Wellness gönnen.

Irisches Weidesystem

Grasen nach Plan  

Frisches Gras ist einfach das natürlichste, gesündeste und beste Lebensmittel für Milchkühe. Um die vorhandenen Weideflächen optimal auszunutzen und so wenig zusätzliches Futter wie möglich ergänzen zu müssen, haben irische Milchfarmer ein ausgeklügeltes Weidesystem entwickelt, das auch wir anwenden.  

Können sich die Kühe auf der gesamten Weidefläche frei bewegen, grasen sie in unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich häufig. Für eine optimierte Nutzung des Bodens haben wir unsere Weidefläche in insgesamt 16 Parzellen unterteilt, auf denen sich unsere Kühe abwechselnd aufhalten. Ist eine Parzelle komplett abgegrast, geht es weiter zur nächsten, deren Gras die optimale Höhe von neun bis zehn Zentimetern erreicht hat.  

Das Ergebnis: Durch eine effizientere Nutzung unserer Weideflächen können wir die Weidesaison um jeweils drei Wochen in den März und in den Oktober verlängern. Damit wir die Reihenfolge der Parzellen genau planen können, messen wir übrigens regelmäßig die Grashöhe. Im Rahmen eines Forschungsprojekts unterstützen uns dabei Studierende der Agrarwissenschaften der FH Kiel.

Weidetreibwege

Der beste Weg zur nächsten Weide  

Eine gut geplante Belegung unserer 16 Weideparzellen ist die Grundlage dafür, dass sich unsere Kühe so lange wie möglich von frischem Gras ernähren können. Allerdings wäre diese ganze organisatorische Arbeit umsonst, wenn wir unsere Tiere beim Wechsel zum nächsten Weidebereich quer über die nicht genutzten Parzellen treiben und dort den Boden zertrampeln lassen würden.

Deshalb haben wir spezielle Weidetreibwege angelegt, über die unsere Tiere zum Melkstand und zu jeder einzelnen Parzellen gelangen können, ohne dabei die nicht genutzten Parzellen zu betreten. Damit sich der Boden dort erholen und das Gras bis zur nächsten Runde wieder in Ruhe wachsen kann.

Weidegräser

Die grüne Vielfalt   

Eine Kuh frisst im Durchschnitt rund 50 Kilo Gras pro Tag. Da die Tiere das Gras nicht mit den Zähnen abknabbern, sondern mit ihren Zungen umschließen und abreißen, muss es eine gewisse Länge haben. Neun bis zehn Zentimeter sind ideal. 

Auf unseren Weiden wachsen unter anderem zwölf verschiedene Gräserarten – darunter deutsches Weidelgras, Wiesen-Lieschgras (oder Timothee), Knaulgras, Wiesenrispe und Gemeine Rispe. Darüber hinaus stehen auf dem Speiseplan unserer Tiere Weiß- und Rotklee, Löwenzahn und Luzerne, kleine Disteln und junge Brennnesseln.